6. Weitere kleinere Unternehmen

Außer den größeren Firmen, die sich durchsetzten konnten, gab es auch Unternehmer, die kleine Basaltbrüche hatten, deren Spuren aber längst verwischt sind.

In den Erlen, wo später der Bonner Kaufmann van Dorp verschwiegene Anlagen mit kleinem Weiher besaß war in früheren Jahren ein Steinbruch, der von Baron de Franc betrieben wurde. Er lieferte ausgezeichneten Tafelbasalt.

Adolf Rhein, ein Sohn des bekannten Oberkasselers Stefan Rhein, förderte in der Fuchskaul Basalt.

Dem Einfahrtstor der Commende Ramersdorf gegenüber und auf dem anschließenden Gelände des Gärtners Breuer betrieben einst die Brüder Johann, Ludwig und Heinrich Weinstock einen Steinbruch. Aus der Dornhecke ist später Schutt und Geröll dort angefahren worden, um die tiefen Gruben auszufüllen. Humusboden wurde aufgetragen und heute sieht niemand mehr dieser Stelle an, dass dort einmal ein Steinbruch war.

Erschlossen wurde das Weyerloch, blieb aber in den 1870-er und 1880-er Jahren still liegen, bis Wilhelm Arenz 1895 dort eine regelrechte Ausbeute vornahm. Der Steinbruch hatte gutes Material für Pflastersteine, Mauer-, Bord- und Schichtsteine, es wurde auch Handschlag hergestellt. Um 1900 wurde er stillgelegt.

Sein Bruder Jakob Arenz leitete in der Dornhecke einen eigenen Steinbruch, der 1904 an die Oberkasseler Basalt-A.G. überging.

In der Fuchskaul, an einer Stelle, die heute durch eine freistehende Kuppe bezeichnet wird, war der Steinbruch Schönzler um 1880 bis 1890 in Betrieb. Er ging später durch Kauf an Jean Uhrmacher über, der dort 1923 ein Naturtheater errichten ließ.

Ebenfalls in der Fuchskaul befand sich der Steinbruch von Peter Bauer, der ihn um 1880 betrieb und kurz vor 1890 einstellte. Er wurde in den Jahren 1911/12 nochmals für kurze Zeit für etwa ein Jahr lang betrieben, dann aber für immer stillgelegt.

Die Steinbrüche von Oberkassel mit seinen steilen, meist verwitterten Felswänden sind, wenn wir auf Oberkassel blicken, nicht nur ein Zeichen, dass hier unzählige Tonnen Basalt den Berg entnommen wurden, sondern sie haben noch einen höheren Sinn, wenn wir auf Sie blicken, denn sie stehen als ein wuchtiges

Denkmal der Arbeit,

einer unerbittlichen, schweren Arbeit, mit der viele Jahrzehnte hindurch Bewohner von Oberkassel ihr Leben bis zum Verbrauch Ihrer Kräfte zubrachten.

Belegschaft von Peter Uhrmacher im Steinbruch Stingenberg 1928

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