5. Berghovener Ley / Erben Gabriel Uhrmacher

Der Steinbruch an der Berghovener Ley wurde um 1860 von den Gebrüder Weinstock aufgeschlossen. Später war er Eigentum des Gabriel Uhrmacher und seines Teilhabers Heinrich Arenz und ging später auf die Tochter Johann Gabriel Uhrmacher’s, Anna Jülich, geb. Uhrmacher über, die ihren Wohnsitz auswärts hatte.

Der Betrieb des Steinbruchs stand daher längere Jahre unter Aufsicht eines Verwalters. Gleich nach Beendigung des 1. Weltkrieges übernahmen die Söhne der Frau Jülich, Hans und Ferdinand Jülich, die Leitung des Geschäftes.

Die Produktion erstreckt sich hauptsächlich auf Kleinschlag (zuerst Handschlag, später, 1909, im Steinbrecher hergestellter Kleinschlag). Durch einen am Rheinstrom gelegenen Ladeplatz war die Möglichkeit gegeben, auch Schiffversand auszuführen. Der Transport ging mit Pferdekarren durch den Oberkasseler Ortsteil Meerhausen, über Schul- und Simonstraße zum Rhein.

Der Steinbruch mit allen zugehörigen Liegenschaften ging später in den Besitz der holländischen Firma Weber & van Lomm über, die ihn ihrerseits am 19. Oktober 1927 an die Gemeinde Oberkassel zum Preise vom RM. 20.000,-- verkaufte.

Obwohl der Bruch noch nicht vollends ausgebeutet ist, würde eine regelrechte weitere Bewirtschaftung wegen beträchtlicher Schutthänge zu kostspielig sein.

Noch zu Zeiten der Fa. Weber & van Lomm riefen heftige Spreng- und Stollenschüsse große Beunruhigung unter den Bewohnern von Berghoven und der Broichstraße hervor, da umherfliegende Steine und auch Bodenerschütterungen an den Häusern Beschädigungen angerichtet hatten.

Im Jahre 1930 ließ die Gemeinde durch dieses Steinbruchgelände einen Anstieg führen, der vom Frühling bis zum Herbst von Wanderern gern benutzt wurde. Kurz vor Eintritt des Weges in den Wald, fast auf der Höhe des Berges, ging der Pfad dicht an der Felswand vorbei über eine natürliche Brücke, die nach dem Abhang zu mit starkem Eisengeländer vorsorglich versehen war. Von dieser Brücke aus hatte man einen der schönsten und umfassendsten Blicke auf Rheintal und Ferne bis hinüber zu den Eifelbergen.

* * * * *

zurück
weiter
Startseite